RaBöZi
Wir machen Radio! RaBöZi!!
Alle Informationen auf einen Blick
Wann: 2. Mai / 9. Mai / 30. Mai / 13. & 14. Juni / 12. & 13. September / 19. & 20. September 2026
Dauer: 10h bis 16.30h mit einer Mittagspause (Sa. 19.09.26 10:00 - bis nach der Vorstellung und So. 20.09.26 10:00 - bis nach der Vorstellung)
7 Tage vor Ort (siehe Daten oben) und 2 zusätzliche Tage für die finale Hauptsendung im September, zusätzlich nach Absprache und Bedürfnissen Meetings online
Präsentation: Vorbereitung Hauptsendung 19. September 2026, Aufführung / Hauptsendung 20. September 2026
Wo: Gemeindezentrum Zwinglikirche Bözingen, Biel & online
Wer: Kein Vorwissen nötig. Generationenübergreifende (15-99+ Jahre) Anmeldungen erwünscht. Anmeldungen aus dem Quartier Bözingen erwünscht.
Max. Anzahl Teilnehmende: 5 Personen
Anmeldung bis: 25. April 2026 an radio@lim.li
Koordination: Cyrill Lim
Kosten: Die Workshopteilnahme ist kostenlos.
Partner: Junges Theater Biel JTB, Hochschule der Künste Bern
Unterstützt von: Schweizerischer Nationalfonds SNF
Rückfragen an: radio@lim.li
Hast du immer schon davon geträumt, einmal in einem Radiostudio zu wirken? Hinter dem Mikrofon oder vor einem Mischpult zu sitzen? Mit deiner Musikauswahl den Alltag deiner Mitmenschen zu bereichern? Nachrichten und Reportagen zu lesen oder Interviews zu führen und Live-Events zu kommentieren? Bist du interessiert daran, in einem kleinen Team kollaborativ und lokal zusammenzuarbeiten? Hast du ein Faible für Gesellschaft, Politik und Kultur?
Dann bist du hier genau richtig! Denn wir gründen ein Quartierradio in Bözingen. RaBö, RaBöz, RaBöZi oder ...? Den finalen Namen werden wir in einem kleinen, generationenübergreifenden Team gemeinsam bestimmen.
Eingeführt wird das Bürger*innenradio zusammen mit der Musiktheaterproduktion Codeword: Spider in Zusammenarbeit mit dem Jungen Theater Biel, einem Chor und einem Generationenorchester. Codeword Schwarze Spinne wird eine Neufassung von Jeremias Gotthelfs Novelle "Die schwarze Spinne", die im September 2026 ebenfalls in der Zwinglikirche zur Uraufführung kommt. Wir begleiten ab Mai die Probephasen, führen Interviews und Diskussion mit den Beteiligten, dokumentieren und kommentieren den Prozess bis hin zur Musiktheater-Aufführung.
Das Quartierradio wird in der Workshopphase zunächst ein temporäres Pop-up-Künstler:innenradio mit aktionsbezogenem Inhalt, das nur zu ganz spezifischen Daten und Zeiten sendet. In diesem Prozess erlernen wir neue Fertigkeiten und machen uns mit dem Radiomachen und unserem Team vertraut. Im September werden wir als Abschluss eine Live-Radiosendung während einer Codeword:Spider Vorstellung gestalten. Aber wie übersetzt man ein Musiktheater in eine Live-Radiosendung, damit sie für die Radiohörer:innen ein ähnliches Erlebnis wie im Theater bietet?
Dies und vieles mehr sind Themen des Workshops. Während der Durchführung legen wir Wert auf einen spielerischen Ansatz, Zusammenarbeit und Experimentieren. Gemeinsam zu kreieren, zu debattieren, zu argumentieren und Schlussfolgerungen zu ziehen, sehen wir als eine Übung in partizipativer Demokratie und ein Weg, informell Wissen und Erfahrung auszutauschen.
Inhalt
Wir lernen, wie man im Team Radio macht. Von der Vorbereitung bis zur Ausstrahlung. Der Workshop beinhaltet Redaktions- und Moderationstrainings, Tonaufnahme und Audio-Editing, Bedienung der Sendetechnik (Internet-Stream), Planung und Umsetzung von Inhalten. Wir machen das im Team, das heisst, jede:r lernt alles, aber nicht jede:r muss am Schluss alles machen. Die Aufgaben werden im Kollektiv nach Lust und Können aufgeteilt.
In den 6 Workshop Tagen im Frühling / Sommer werden folgende Themen behandelt:
- Einführung in die Welt Radio
- Grundlagen Recording Techniken und Einführung in die Audiobearbeitung
- Programmgestaltung und Planung & Vorbereitung von einfachen Sendungen
- Durchführen von Interviews und kleiner Live-Sendung mit Studiogast
- Technische Einführung Broadcasting / Streamingtechnik
- Dokumentation des Prozesses gemeinsam mit den Beteiligten des Musiktheaters
Nach Bedarf und in Absprache können online im Team weitere Workshops mit Übungen stattfinden. Mögliche Themen wären:
- Aufnahme-Übungen
- Radio-Jingles erstellen
- Musik-Redaktion (Zusammenstellen von Playlists mit Informationen zu Musik und Musiker:innen)
Wie kann man sich bewerben?
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, wir streben ein generationenübergreifendes Team an. Bitte sende eine E-Mail an: radio@lim.li mit einer kurzen Beschreibung über dich was dich am Radiomachen interessiert (2-3 Sätze), um dich für den Workshop anzumelden! Die Teilnehmerzahl ist auf 5 Personen begrenzt.
Der Workshop ist kostenlos
Der Workshop wird primär in deutscher Sprache abgehalten
Codeword: Schwarze Spinne
Das Projekt Codeword: Spider macht manipulative Mechanismen eines politischen Storytellings erkennbar und regt unter Berücksichtigung der aktuellen gesellschaftlichen Realität einer pluralistischen Schweiz zur Neuformulierung von Gotthelfs Fabel mit den Mitteln des Musiktheaters an. Zusammen mit diversen Laiengruppen setzt sich das Projektteam mit verschiedenen Lesarten des Stoffs auseinander und entwickelt aus dem gemeinsamen Diskurs eine eigene Bühnenversion. Die kollaborativ erarbeitete Neufassung der Schwarzen Spinne wird am Jungen Theater Biel uraufgeführt. Die Projektarbeit will dazu anregen, vermeintliche Gewissheiten zu hinterfragen, liebgewonnene Klischees und Vorurteile anzuzweifeln sowie politische Überzeugungen auf den Prüfstand zu stellen. Dabei sollen die aktiv Beteiligten wie auch die Rezipierenden neue Möglichkeiten des (Zusammen-)Seins erfahren können.
Leitung
Cyrill Lim ist ein freischaffender Klangkünstler & Performer, Musikproduzent und Tontechniker. Projekte, in welche er involviert ist, finden sich an den Nahtstellen zwischen Kunst und Forschung, Musik und Theater, medialen Installationen und sozialen Räumen. Cyrill Lims Auseinandersetzung mit den Aspekten der Wahrnehmung und der Reflexion der verwendeten Medien manifestiert sich hauptsächlich in performativen und installativen Arbeiten, die auf eine experimentelle Art und Weise die physikalischen Eigenschaften von Raum und Material ausloten, um sie auf einer künstlerischen Ebene erlebbar zu machen. Die Reflexion über seine Position als Künstler in unserer Gesellschaft führt ihn zudem zu einer Praxis, die sich auf Prozesse, spielerische Experimente und ephemere, nicht produktbasierte Ergebnisse konzentriert.
